Hunde bei dieser Hitze im Auto lassen

hund-im-auto1Aus aktuellem Anlass möchte ich heute über dieses Thema schreiben. Habt Ihr schon gesehen, dass ein Hund stundenlang in einem geschlossenen Auto mitten in der prallen Hitze saß? Ich glücklicherweise noch nicht. Aber man macht sich natürlich schon Gedanken, welche Massnahmen man im Falle eines Falles ergreifen kann, vor allem aber auch ergreifen darf. Wenn man sich vorstellt, dass in einem solchen Wagen Temperaturen bis 70°C herrschen können, kann man sich das Elend des Tieres ausmalen.

Die PETA gibt auf ihrer Website folgende Tipps: „Das überhitzte Tier muss sofort in den Schatten gebracht werden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollten dem Hund dann zuerst langsam die Beine, dann der Körper mit nassen Tüchern gekühlt werden. Bieten sie ihm handwarmes, keinesfalls eiskaltes Wasser zum Trinken an. Anschließend muss das Tier sofort in die Tierarztpraxis, auch wenn sich sein Zustand durch die Erste-Hilfe-Maßnahmen verbessert hat.

Befindet sich der Hund bereits den Anzeichen nach in akuter Lebensgefahr und der Halter ist nicht aufzufinden bzw. wird die Polizei nicht innerhalb kürzester Zeit am Ort des Geschehens sein, sollte man in Erwägung ziehen, die Scheibe einzuschlagen. Dies kann zwar in einigen Fällen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, doch das Leben eines Tieres hat höhere Priorität.“

Aber wie erkenne ich, dass der Hund in Lebensgefahr schwebt? Die PETA hierzu: „Anzeichen für Überhitzung beim Hund sind starkes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln oder Krämpfe. Auch Bewusstlosigkeit kann auftreten“.

Was kann ich tun, wenn der Fahrzeughalter nicht zu finden ist? Fotos dokumentieren den Zustand des Tieres und auch das Kennzeichen. Zeugen finden. Dann sollte man versuchen, ob nicht eine Tür oder ein Fenster offen ist, um den Wagen nicht zu beschädigen. Falls das nicht der Fall ist, die Polizei anrufen. Sollte die nicht reagieren, den Tierschutzbund verständigen.

In der Schweiz ist es gestattet, im äußersten Notfall die Scheibe einzuschlagen. Macht man dies in Deutschland, drohen einem Schadenersatzforderungen und eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Auch dafür sind Zeugen wichtig, die bestätigen können, dass das Tier in Lebensgefahr schwebt.

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